PUNCHSTUDIO / Stickprogrammersteller / Digitalisierer

PUNCHSTUDIO / Stickprogrammersteller / Digitalisierer

 

Dworschak Günther ist seit nun fast 15 Jahren "Puncher" oder wie eher bekannt als Digitalisierer oder Stickprogrammersteller.


Was heißt punchen?

Der Begriff „punchen“ kommt vom englischen und heißt wörtlich übersetzt „schlagen“! Anfang des 20. Jahrhunderts wurden sogenannte Lochkarten für jedes Muster erstellt. Das ausstechen bzw. lochen dieser Karten war ein Handwerk welches durch die ausgeführte Tätigkeit ebenso benannt wurde.
Die Lochkarten waren die damailigen Stickprogramme und gaben den Stickmaschinen die genaue Stickposition vor. Je nachdem wie genau diese gepuncht wurden war das Stickergebnis schön oder auch nicht.
Die Fachbezeichnung Puncher hat sich aber dennoch bis heute in Fachkreisen gehalten. Heutzutage benutzt man auch Bezeichnungen wie Stickprogrammersteller oder Digitalisierer, im englischen
Digitizing for Embroidery Design, für diesen Beruf.


Warum ist ein gutes Stickprogramm so wichtig?

Die Stickdesignprogrammierung ist im Wesentlichen entscheidend für ein sauberes, schönes und vor allem maschinenfreundliches Stickergebnis. Bereits kleine Fehler in der Programmierung können massive Auswirkungen auf die Stickqualität haben. In der Produktion ist es oftmals sehr schwer festzustellen ob das unter Umständen qualitativ nicht optimale Ergebnis eine falsche Einstellung der Stickmaschine, kaputte Nadeln, schlechtes Stickgarn, schlechte Textilqualität oder ein Stickprogrammfehler ist. Die Fehlerquellen in der Produktion zu finden ist eine sehr langwierige und aufwendige und sehr fachspezifische Angelegenheit, deshalb ist es sehr wichtig im Vorfeld bereits die Sicherheit zu haben das dass Stickprogramm von professioneller Herkunft ist und man damit diese Fehlerquelle ausschließen kann.
Mit guten Stickprogrammen kann man selbst große Schwierigkeiten bei der Bestickung diverser Teile ausgleichen. Beispielsweise bei der Bestickung von Kappen wo es durch die runde Form des Schildes zu erheblichen Schwierigkeiten kommen kann. Aber auch schwierige, ungeeignete oder minderwertige Textile kann man mit einem guten Stickprogramm besticken.

Welche Software ist besser für ein gutes Stickprogramm?

Die benutze Software der Puncher ist grundsätzlich nicht unbedingt von Bedeutung. Allerdings muss man zwischen einem Industriellen Stickprogramm und einem kommerziellen Stickprogramm unterscheiden. Eine professionelle Software kostet normalerweise je nach Version mehrere tausend Euro, wonach eine Software für den Hobby oder klein Berieb bereits für einige hundert Euro oder mehr zu haben ist.

Was kann eine günstige Software?

Eine günstige Software dient meistens nur für einfache, schnelle und Oberflächige Bearbeitung des Stickdesigns. Genaue Änderungen in der Stichfolge, der Effekte und den Sektionen erlauben diese meistens nicht. Auch die komplette Stickdesign Erstellung mittels einer grafischen Stickvorlage ist je Nach Logokomplexität schwierig bis unmöglich. Je nach Stickprogrammsoftware ermöglichen neue Vektorgrafikmodule welches es erlauben Vektoren in Stichsektionen um zu wandeln eine ganze Fläche oder Sektion in Stiche zu verwandeln. Der Gebrauch dieses Moduls ist sehr einfach und schnell zu bedienen ist aber lediglich eine Notlösung. Die dadurch gepunchten Stickprogramme sind je nach Komplexität des Designs gerade noch zu gebrauchen, bis minderwertig oder gar unverwendbar und schlecht. Sehr praktisch allerdings sind die neueren Embroidery Fonts welche meistens in durchschaubaren Mengen mit der Sticksoftware mitgeliefert werden. Die Qualität dieser ist umstritten, Nachforschungen und Testläufe haben ergeben dass sich diese Schriften hervorragend für schnelle Namensticks, Sprüche, URLs oder kleine Stückzahlmuster eignen. Wenn es sich allerdings um ein Kundenlogo handelt von welchem man mehrere Teile besticken soll, empfiehlt es sich immer ein eigenes Stickprogramm zu erstellen umd die best mögliche Qualität zu erreichen. Die meisten Firmenlogos, Vereinsabzeichen usw. haben zwar teilweise Schriften eingebaut welche auch im Fontssortiment sind, aber trotzdem fast niemals 100% genau gleich sind. Das Buchstaben sticken, bzw. das selber programmieren ist eine der schwierigsten Aufgaben jedes Punchers. Da man bei fast keinen anderen Vorlagen eine gleichartige Perfektion in der Programmierung und dem berücksichtigen des tatsächlichen Stickvorganges beachten muss. Selbst erfahrene Puncher müssen oftmals eigene Schriften mehrmals Probesticken um ein gutes Stickergebnis zu erhalten.


Wann brauche ich eine professionelle Software?

Eine gute Software ermöglicht dem Puncher jede noch so kleine Änderung oder Sektion eines Stickdesigns vor zu nehmen. Man kann selbst einzelne Stiche manuell bearbeiten oder Sticheffekte verändern. Eine Breitepalette von Effekten bzw. das unmittelbare Eingreifen in diese ermöglicht selbst schwierige Stickmeisterleistungen zu ermöglichen. Weiters stehen dem erfahrenen Stickprogrammersteller sehr vielseitige Werkzeuge und Grafische Hilfsmittel zur Verfügung. Die größten Vorteile einer guten Software liegen aber nicht nur in der großen Auswahl der Stickinstrumente oder der Stickeffekte, sondern auch in der massiven Zeitersparnis beim Stickprogramm erstellen. Auch hier arbeiten viele Puncher teilweise mit dem neuen Vektorgrafiktool. Es steht allerdings fest, dass dieses Stickinstrument lediglich bei bestimmten Logos angewendet werden kann.

Der Vektorgrafik-Mythos,

dass man mit einer Vektorendatei ganze Logos per Mausklick binnen Sekunden oder Minuten in eine voll funktionstüchtigem Stickprogramm umwandeln kann ist absolut falsch. Ein erfahrener Puncher kann sich bei programmieren eines Designs lediglich ca. 10-30% an Zeit sparen in dem er eine Sektion nicht mehr nachzeichnen muss sondern lediglich die entscheidenden Stellen bearbeitet. Bei Embroidery Fonts also Stickschriften wirkt die Funktion auf den ersten Blick sehr benutzerfreundlich und zeitsparend. Nach mehrmaliger Verwendung des Vektorgrafikinstruments bei Schriften muss man dann aber feststellen dass es meistens schneller, einfacher und qualitativ besser ist die Buchstaben doch selber zu programmieren.

 

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